Neuer Text

Riedemann, "Ich bin nicht Maren"


Kai Riedemann, „Ich bin nicht Maren“, ein Schritt in ein neues Leben

Im Folgenden zeigen wir an einer Kurzgeschichte, wie man sich am besten auf typische Aufgaben vorbereitet:

Dabei geht es um:

  • einen einleitenden Satz, in dem man auch das Thema nennt (das wird von der Reihenfolge erst mal zurückgestellt, weil man den Text ja erst mal lesen und verstehen muss)
  • Lesen des Textes und Erkennen seines Aufbaus (dann hat man schon mal den Inhalt und zugleich die Art und Weise, die der Erzähler ihn entwickelt
  • Klärung der Aussageabsicht(en), das ist die eigentliche Analyse des Inhalts, wobei man sich auf entscheidende Dinge konzentriert und diese auch am Text belegt.
  • Herausarbeitung der künstlerischen (sprachlichen, rhetorischen, stilistischen) Mittel, mit denen die Aussageabsicht(en) unterstützt werden
  • Abschließende Überlegungen zur allgemeinen Bedeutung des Textes (Was kann man mit ihm anfangen) und der Bedeutung für einen selbst als Leser (das ist individuell und damit auch unterschiedlich im Vergleich zu anderen Lesern, aber es sollte begründet werden, damit man darüber sprechen oder der Lehrer es bewerten kann.

Erster Schritt: Aufbau des Textes als Basis für eine Vorstellung des Inhalts

Die Zeilenangaben hängen von unserer gekürzten Textausgabe ab, Anfang und Ende des Abschnitts werden zusätzlich durch entsprechende Wörter gekennzeichnet:
  • 1-3 ["Der Gang" bis 100 Jahren"]
    Beschreibung eines Ganges mit einem Bild von Hamburg
  • 4-8 ["Das war vor meiner Zeit" bis "so setzt sie sich"]
    Eine Elena ist in der Passabteilung des Ordnungsamtes und soll erst noch warten.
  • 9-14: Rückblick auf den Besuch des Standesamtes: Deutlich wird, dass es um eine Namensänderung geht - von Maren zu Elena. Zunächst ist der Empfang freundlich, weil eine Geburtsurkundung oder Heirat erwartet wird.
  • 15-26: Als Elena vom Wunsch einer Namensänderung spricht, trübt sich die Stimmung ein und sie wird darauf hingewiesen, dass so etwas was sehr Einschneidendes ist, das man sich gut überlegen müsse, was Elena aber offensichtlich getan hat.
  • 27-41: [ab "Jetzt also die zweite Station" bis "Ein Grund mehr, Elena zu werden."
    Während des Wartens im Ordnungsamt denkt Elena an die Momente, in denen verschiedene Leute von ihrer Namensänderung erfahren haben.
    Der Vater hat sie nur gefragt, ob sie verrückt geworden sei. Die Mutter hat gefragt, warum sie gerade diesen Namen gewählt hat, und ihr Freund Rolf hat sie wieder mal nicht ernst genommen, was Elena in ihrem Entschluss nur bestätigt hat.]
  • 42-52 ["Elena schließt die Augen" bis "er gibt mir sogar meine Gedanken"]
    Angeregt durch ein Bild, auf dem sie behütet von einer strengen Lehrerin zu sehen ist, denkt Elena an ein Leben zurück, in dem sie als Maren einfach nur gesteuert worden ist, sogar von ihrem Freund.
  • 53-57 [Von "Meine Maren, hat er immer gesagt" bis "die nun mal dazugehören"]
    Die Erinnerung fokussiert sich auf ein kurzes Gespräch mit Rolf über die Namensänderung. Deutlich werden die unterschiedlichen Auffassungen: Der Freund glaubt an kein neues Leben nur durch Namensänderung, Elena hält sie für die Folge eines entsprechenden Entschlusses.
  • 58-62 [Von "Wollen Sie zu mir?" bis "Ich bin nicht mehr Maren."]
    Elena wird in das Büro hineingerufen - ihr ist inzwischen gleichgültig, wie der Beamte dreinschaut. Sie vertritt deutlich ihren Wunsch - im Bewusstsein, dass sie schon nicht mehr Maren ist.

Einleitender Satz

In der Kurzgeschichte "Ich bin nicht Maren" von Kai Riedemann, erschienen 1986, geht es um die Frage, wie man deutlich machen kann, dass man ein neues Leben beginnen will.

Formulierung einer kurzen Beschreibung des Inhalts

Konkret es um eine Maren, die ihren Namen in Elena ändern lassen will. Damit soll für sie und andere deutlich werden, dass sie jetzt nicht mehr von anderen gesteuert werden möchte, sondern ein eigenes, selbstbestimmtes Leben beginnen will. Die Reaktion der Eltern, aber auch ihres Freundes und sogar einer Mitarbeiterin in einer Behörde ist eher von Unverständnis oder zumindest Irritation bestimmt. Das ändert aber nichts daran, dass am Ende der Geschichte der Entschluss noch stärker feststeht als schon am Anfang.


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